Top image: An inspiring walking tour of Mölln enriched the collaborative project work (from left to right) David Holden-Locke, Steph Brocken, Mark Sauer, Jörg-Rüdiger Geschke, and Jim Johnson at the Till Eulenspiegel Fountain © Verein Miteinander leben e.V.
English language:
Having already gained insights into the structural challenges of Oldham in Northern England during a summer visit, the Mölln delegation dedicated this return visit entirely to joint thematic development.

The teams from the association Miteinander leben e.V. and Peshkar Productions in front of the international community center "Lohgerberei" in Mölln © Verein Miteinander leben e.V.
The planned bilateral project is titled "Bridging Voices: Youth Arts for Inclusion." At the heart of the project idea is the joint organization of an artistic laboratory week. During this week, young people affected by racism and exclusion will be encouraged to find creative expression for their experiences through various art forms. The lab will be led by artists from both Oldham and the Mölln region.

In a creative working session, the joint project idea for "Bridging Voices" was fleshed out © Verein Miteinander leben e.V.
Mirror of Identity: "Why Am I Here? – Why Are You Here?"
In terms of content, the project idea focuses primarily on questions of personal and assigned identity. Under the key question "Why am I here? – Why are you here?", young people will be encouraged through various artistic means to reflect on themselves and explore their identities. In doing so, they will also actively engage with discriminatory labels and assumptions that they encounter in everyday life or that they themselves—consciously or unconsciously—impose on others.
How much do such external definitions influence or define one’s own identity?
To what extent does one accept these labels?
Can art provide a framework to break free from them?
Inspiring Kick-Off with a City Tour and Historical Context
The working weekend was framed by a joint walking tour of Mölln. The focus was placed on the 1992 Mölln arson attacks and their lingering effects on local society today. The historical figure of Till Eulenspiegel, the famous jester buried in Mölln, also served as a bridge—in particular, the symbol of the mirror fit the project’s thematic approach perfectly.
With the creative energies combined during the workshop and a fully developed concept, the team feels well-prepared to successfully apply for the follow-up funding from "Cultural Bridge" and bring this transnational youth arts project to life in the next phase.
Auf Deutsch
Am zweiten Septemberwochenende empfing der Verein Miteinander leben e.V. eine Delegation von Peshkar Productions aus dem britischen Oldham zu einem arbeitsreichen Gegenbesuch in Mölln. Gemeinsam mit jungen Künstlerinnen, regionalen Kreativen aus den Bereichen Theater, Musik und Digital Arts sowie dem lokalen Antirassismus-Trainerteam wurde ein wegweisendes Projektkonzept erarbeitet. Damit ist der Grundstein für die Bewerbung für die nächste Förderphase Programm britisch-deutschen Kulturprogramm 'Cultural Bridge' gelegt.
Nachdem eine Delegation aus Mölln im Sommer bereits Einblicke in die strukturellen Herausforderungen des nordenglischen Oldhams gewonnen hatte, stand der Gegenbesuch ganz im Zeichen der gemeinsamen inhaltlichen Weiterentwicklung.
Das geplante bilaterale Vorhaben trägt den Titel "Bridging Voices: Youth Arts for Inclusion". Im Zentrum der Projektidee steht die gemeinsame Organisation einer künstlerischen Laborwoche. Darin sollen junge Menschen, die von Rassismus und Ausgrenzung betroffen sind, über verschiedene Kunstangebote einen kreativen Ausdruck für ihre Erfahrungen finden. Geleitet werden soll das Labor von Künstlerinnen und Künstlern aus Oldham und der Region Mölln.
Spiegel der Identität: „Warum bin ich hier? – Warum bist du hier?“
Inhaltlich widmet sich die Projektidee vor allem der Frage nach der eigenen und der zugeschriebenen Identität. Unter der Leitfrage „Warum bin ich hier? – Warum bist du hier?“ sollen die Jugendlichen in künstlerisch unterschiedlicher Weise ermutigt werden, den Blick auf sich selbst zu richten und ihre Identität zu erforschen. Dabei sollen sie sich auch aktiv mit diskriminierenden Zuschreibungen auseinandersetzen, die ihnen im Alltag begegnen oder die sie selbst, bewusst oder unbewusst, ausüben. Wie sehr beeinflussen oder definieren solche Fremdbestimmungen die eigene Identität? Wie sehr akzeptiert man diese Zuschreibungen? Und bietet Kunst vielleicht einen Rahmen, sich davon zu befreien?
Inspirierender Auftakt mit Stadtrundgang und historischem Bezug
Eingebettet war das Arbeitswochenende in einen gemeinsamen Stadtrundgang durch Mölln. Der Fokus lag dabei auf den Möllner Brandanschlägen von 1992 und deren bis heute spürbaren Wirkungen in der Stadtgesellschaft. Brücken schlug dabei auch die Figur des in Mölln begraben berühmten Schalks Till Eulenspiegel – insbesondere das symbolträchtige Motiv des Spiegels passte thematisch perfekt zum Projektansatz.
Mit den im Workshop gebündelten kreativen Kräften und dem ausgearbeiteten Konzept sieht sich das Team bestens gerüstet, um sich nun erfolgreich für die Nachfolgeförderung von 'Cultural Bridge' zu bewerben und das transnationale Jugendkunstprojekt im kommenden Schritt Realität werden zu lassen.

